Klassische Malakofftorte Rezept: Einfach & Gelingsicher Nachmachen

Erinnerst du dich noch an die Torten bei Oma? An Geburtstagen oder Feiertagen stand da oft ein ganz besonderer Traum auf dem Tisch: Eine Malakofftorte. Cremig, zart, mit diesem unwiderstehlichen Hauch von Rum und den getränkten Löffelbiskuits. Einfach himmlisch!

Diese Torte ist ein echter Klassiker der österreichischen und süddeutschen Küche und gar nicht so schwer, wie du vielleicht denkst. Mit meinem Rezept gelingt sie dir ganz bestimmt und du kannst diesen Genussmoment jetzt ganz einfach selbst erleben und deine Liebsten damit verzaubern.

Warum du diese Malakofftorte lieben wirst

  • Schnell zubereitet (die meiste Zeit verbringt sie im Kühlschrank!)
  • Einfacher als du denkst
  • Das perfekte Dessert für besondere Anlässe
  • Kommt bei Groß und Klein immer gut an

Die Zutatenliste für dein Glück

Keine Sorge, die Liste sieht länger aus als sie ist. Viele Dinge hast du bestimmt schon zu Hause!

  • Für den Biskuitboden:
    • 4 Eier: Am besten zimmerwarm, dann werden sie schön schaumig.
    • 125 g Zucker: Süßt den Boden und hilft beim Aufschlagen der Eier.
    • 125 g Mehl: Die Basis für unseren fluffigen Teig.
    • 4 EL Wasser & 4 EL Öl: Machen den Boden saftiger als reiner Biskuit.
    • 1 Päckchen Backpulver: Sorgt für die nötige Lockerheit.
    • 1 Prise Salz: Eine Prise Salz im Teig und Eischnee hebt die Aromen hervor.
  • Für die cremige Füllung:
    • 150 ml Milch: Die Basis der Creme.
    • 95 g Zucker & 10 g Vanillezucker: Für die Süße und das feine Vanillearoma. Echter Vanillezucker macht einen Unterschied!
    • 5 Blatt Gelatine: Sie sorgt dafür, dass die Creme fest wird. Keine Sorge, die Verwendung ist ganz einfach, ich zeige dir wie.
    • 2 Eigelb (Dotter): Bindet die Creme und macht sie schön gelb und reichhaltig.
    • 2 Eiweiß (Eiklar): Wird zu Eischnee geschlagen und macht die Creme luftig leicht.
    • 1 Prise Salz: Auch hier für den Eischnee, damit er richtig steif wird.
    • 400 ml Sahne: Steif geschlagen macht sie die Creme extra cremig und leicht.
    • 20 ml Rum: Das gewisse Etwas! Wenn du keinen Alkohol möchtest, kannst du Rumaroma oder einfach mehr Milch/Saft nehmen (siehe Tipps unten).
  • Und sonst noch:
    • ca. 40-50 Löffelbiskuits: Das Herzstück neben der Creme. Die genaue Anzahl hängt von deiner Formgröße ab.
    • nach Belieben Milch (oder Rum/Wasser-Mischung): Zum Tränken der Biskuits. Das macht sie weich und aromatisch.
    • nach Belieben Kuchenglasur (Schokolade): Für die Deko-Biskuits. Schokolade passt wunderbar.
    • nach Belieben Mandeln, gehobelt: Für den Rand – gibt Biss und sieht toll aus.
    • nach Belieben Sahne: Zum Einstreichen des Randes und für Sahnetuffs als Deko.

So einfach machst du deine Malakofftorte Schritt für Schritt

Bereit? Dann lass uns starten! Es ist wirklich einfacher, als es aussieht, versprochen.

1. Der Biskuitboden: Trenne als Erstes die 4 Eier. Eigelb, Zucker und Wasser in einer Schüssel schaumig schlagen, bis die Masse heller wird. Das Öl mit einem Schneebesen kurz unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und behutsam unter die Eigelbmasse heben. In einer separaten Schüssel das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und ebenfalls vorsichtig unter den Teig heben. Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte oder gefettete Springform füllen.

2. Backen: Den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Biskuitboden darin für ca. 20-25 Minuten goldgelb backen. Mach eine Stäbchenprobe, um sicherzugehen, dass er durch ist. Herausnehmen und komplett auskühlen lassen.

3. Die Cremegrundlage: Jetzt zur Creme! Stelle eine hitzebeständige Schüssel über ein leicht köchelndes Wasserbad. Milch, 70 g Zucker, Vanillezucker und Eigelb hineingeben und unter ständigem Rühren erhitzen, bis die Masse leicht eindickt. Das dauert ein paar Minuten. Währenddessen die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Sobald die Eigelbmasse leicht gebunden hat, die Schüssel vom Wasserbad nehmen. Die eingeweichte und gut ausgedrückte Gelatine in der warmen Masse auflösen. Gut umrühren, bis sich alles gelöst hat. Den Rum unterrühren und die Masse beiseitestellen und abkühlen lassen, bis sie anfängt, leicht zu gelieren (sie sollte noch nicht fest sein, aber merklich eindicken). Das dauert im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur unterschiedlich lange, behalte sie im Auge!

4. Eischnee und Sahne: Während die Cremegrundlage abkühlt, bereitest du den Eischnee und die Sahne vor. Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen, dabei langsam die restlichen 25 g Zucker einrieseln lassen, bis ein fester, glänzender Eischnee entsteht. In einer anderen Schüssel die Sahne steif schlagen.

5. Die Creme fertigstellen: Jetzt kommt der Moment, wo alles zusammenkommt. Sobald die Gelatine-Eigelb-Masse leicht geliert, gibst du den Eischnee und die geschlagene Sahne dazu. Ganz vorsichtig und sanft mit einem Teigschaber unterheben, damit die Luft in der Creme bleibt und sie schön locker wird.

6. Die Torte zusammensetzen: Den ausgekühlten Biskuitboden (den du eventuell einmal waagerecht teilen könntest, falls er sehr hoch ist, aber das Rezept sieht nur einen Boden vor) wieder in die gesäuberte Springform oder einen Tortenring legen. Eine dünne Schicht der fertigen Creme auf dem Boden verstreichen. Nun die Löffelbiskuits vorbereiten: Jeden Biskuit nur ganz kurz (wirklich nur eintunken!) in Milch oder deine gewählte Tränkflüssigkeit tunken und dicht an dicht auf der Cremeschicht anordnen. Eine weitere Schicht Creme darüber geben, dann wieder eine Lage getränkter Löffelbiskuits. Den Rest der Creme gleichmäßig auf der Torte verstreichen.

7. Kalt stellen: Die Torte ist jetzt fertig aufgebaut! Stelle sie nun für mindestens 4 Stunden, am besten aber über Nacht, in den Kühlschrank. Sie braucht die Zeit, um richtig fest zu werden und die Aromen zu entfalten.

8. Vorbereitung der Deko: Am nächsten Tag oder wenn die Torte fest ist, kannst du die Deko vorbereiten. Schmelze die Kuchenglasur nach Packungsanweisung. Nimm 7-8 Löffelbiskuits, tunke die Enden in die erwärmte Glasur und lege sie zum Trocknen auf Backpapier. Sobald die Glasur fest ist, kannst du die Biskuits eventuell halbieren. Die gehobelten Mandeln in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze goldbraun anrösten, dabei aufpassen, dass sie nicht verbrennen. Sie riechen wunderbar!

9. Dekorieren: Löse vorsichtig den Tortenring. Wenn du möchtest, schlage etwas Sahne steif und bestreiche den Tortenrand damit. Drücke die gerösteten Mandeln vorsichtig an den Rand der Torte. Die Oberfläche kannst du mit Sahnetuffs (aus der restlichen Sahne oder frisch geschlagener) und den Schoko-Löffelbiskuits verzieren.

Kreative Varianten und Austausch-Ideen

Dieses Rezept ist super, aber du kannst es ganz einfach an deinen Geschmack anpassen:

  • Rum: Wenn du keinen Alkohol möchtest oder die Torte für Kinder ist, tausche den Rum einfach gegen Rumaroma, Orangensaft oder sogar kalten Kaffee aus. Letzteres gibt eine tolle Mokka-Note!
  • Tränken der Löffelbiskuits: Statt Milch kannst du auch eine Mischung aus Milch und Rum (oder Rumaroma/Saft) nehmen. Für Erwachsene ist auch purer Rum möglich, aber sei vorsichtig, dass es nicht zu intensiv wird.
  • Mandeln: Keine Mandeln da? Gehackte Haselnüsse oder Walnüsse funktionieren auch super am Rand.
  • Schokoglasur: Du kannst die Biskuits auch einfach nur so verwenden oder die Torte stattdessen mit Kakaopulver bestäuben.
  • Extra Schoko: Wie wäre es mit ein paar Schokostreuseln auf der Creme oder am Rand?

Meine besten Tipps für eine gelingsichere Malakofftorte

  • Gelatine-Alarm: Achte darauf, dass die Creme nicht mehr kocht, wenn du die ausgedrückte Gelatine zugibst, aber noch warm genug ist, damit sie sich auflöst. Gut umrühren!
  • Löffelbiskuits richtig tränken: Das ist super wichtig! Die Biskuits nur ganz kurz in die Flüssigkeit tunken – Sekundensache! Sonst zerfallen sie und werden matschig.
  • Kühlzeit ist heilig: Die Torte braucht wirklich ihre Zeit im Kühlschrank, um fest zu werden. Plane das unbedingt ein. Am besten machst du sie am Vortag.
  • Luftig bleiben: Beim Unterheben von Eischnee und Sahne zur Creme ganz sanft arbeiten, damit die Luft nicht entweht. Das macht die Creme schön locker.
  • Vorbereiten leicht gemacht: Du kannst den Biskuitboden schon am Tag vorher backen und komplett auskühlen lassen. Auch die Cremebasis (ohne Sahne und Eischnee) kannst du vorbereiten und dann kurz vor dem Zusammensetzen fertigstellen.

Aufbewahrung: Wie lange hält die Malakofftorte?

Sollte wider Erwarten etwas von der Torte übrig bleiben (passiert selten, glaub mir!), lagerst du sie am besten gut abgedeckt im Kühlschrank. Sie hält sich dort 2-3 Tage. Durch die Creme und die getränkten Biskuits wird sie eher noch saftiger.

Häufig gestellte Fragen zur Malakofftorte

Hier beantworte ich dir noch ein paar Fragen, die oft gestellt werden:

  • Kann ich die Torte auch ohne Gelatine machen? Ja, aber dann wird die Creme nicht fest genug, um schöne Stücke zu schneiden. Es wird eher eine Art Cremeschicht. Für eine schnittfeste Torte ist Gelatine (oder ein passendes pflanzliches Geliermittel) notwendig.
  • Kann ich die Malakofftorte einfrieren? Das ist möglich, aber die Konsistenz der Creme kann sich durch das Einfrieren und Auftauen verändern (sie kann wässrig werden). Ich empfehle, sie frisch zu genießen oder höchstens kurz einzufrieren, wenn es gar nicht anders geht. Am besten eingefroren ohne Deko.
  • Welche Springform Größe brauche ich? Das Rezept ist für eine normale Springform mit ca. 24-26 cm Durchmesser ausgelegt.

Ich hoffe, du hast jetzt Lust bekommen, diese wunderbare Malakofftorte selbst auszuprobieren! Sie ist wirklich ein Traum auf dem Kuchentisch und wird garantiert für Begeisterung sorgen. Viel Spaß beim Nachbacken (und Genießen)!

Klassische Malakofftorte

Relive childhood memories with this classic Malakoff Torte, a creamy, delicate dream with an irresistible hint of rum and soaked sponge fingers. An Austrian and South German classic that's easier to make than you think, perfect for special occasions.
Cook Time 25 minutes
Chilling Time 4 minutes
Course: Cake, Dessert
Cuisine: Austrian, German

Ingredients
  

For the Sponge Base
  • 4 Eggs room temperature
  • 125 g Sugar
  • 125 g Flour
  • 4 tbsp Water
  • 4 tbsp Oil
  • 1 Packet Baking Powder
  • 1 Pinch Salt
For the Cream Filling
  • 150 ml Milk
  • 95 g Sugar
  • 10 g Vanilla Sugar
  • 5 Sheets Gelatine
  • 2 Egg Yolks
  • 2 Egg Whites
  • 1 Pinch Salt
  • 400 ml Cream
  • 20 ml Rum (or rum flavor/juice/coffee)
And other things
  • approx. 40-50 Sponge Fingers
  • Milk (or Rum/Water mix) as needed, for soaking sponge fingers
  • Chocolate Glaze as needed, for decoration
  • Sliced Almonds as needed, for the edge
  • Cream as needed, for decorating the edge and surface

Equipment

  • Springform (approx. 24-26 cm)
  • Pot for water bath
  • Heatproof bowl
  • Whisk
  • Spatula

Method
 

  1. Step 1: The Sponge Base: Separate the 4 eggs. Beat egg yolks, sugar, and water in a bowl until frothy and lighter. Briefly whisk in the oil. Mix flour and baking powder and gently fold into the egg yolk mixture. In a separate bowl, beat egg whites with a pinch of salt until stiff. Carefully fold the stiff egg whites into the batter. Pour the batter into a springform pan lined with baking paper or greased.
  2. Step 2: Baking: Preheat the oven to 180°C (350°F) top/bottom heat. Bake the sponge base for approx. 20-25 minutes until golden brown. Use a skewer test to ensure it's cooked through. Remove and let it cool completely.
  3. Step 3: The Cream Base: Place a heatproof bowl over a lightly simmering water bath. Add milk, 70 g sugar, vanilla sugar, and egg yolks. Heat while stirring constantly until the mixture slightly thickens. This takes a few minutes. Meanwhile, soak the gelatine in cold water. Once the egg yolk mixture has slightly thickened, remove the bowl from the water bath. Dissolve the soaked and well-squeezed gelatine in the warm mixture. Stir well until everything is dissolved. Stir in the rum and set aside to cool until it starts to slightly gel (it shouldn't be completely set yet, but noticeably thickened). This takes different amounts of time in the fridge or at room temperature, keep an eye on it!
  4. Step 4: Egg Whites and Cream: While the cream base cools, prepare the egg whites and cream. Beat the egg whites with a pinch of salt until stiff, slowly sprinkling in the remaining 25 g sugar until firm, glossy egg whites form. In another bowl, whip the cream until stiff.
  5. Step 5: Finish the Cream: Now comes the moment where everything comes together. As soon as the gelatine-egg yolk mixture has slightly gelled, add the stiff egg whites and whipped cream. Gently and carefully fold them in with a spatula so that the air remains in the cream and it stays nice and airy.
  6. Step 6: Assemble the Cake: Place the cooled sponge base (which you could slice horizontally if it's very high, but the recipe only calls for one base) back into the cleaned springform pan or a cake ring. Spread a thin layer of the finished cream on the base. Now prepare the sponge fingers: Briefly dip each biscuit (really just dip!) in milk or your chosen liquid and arrange them tightly on the cream layer. Add another layer of cream, then another layer of soaked sponge fingers. Spread the rest of the cream evenly over the cake.
  7. Step 7: Chill: The cake is now assembled! Place it in the refrigerator for at least 4 hours, but preferably overnight. It needs this time to set properly and the flavors to develop.
  8. Step 8: Prepare the Decoration: The next day or when the cake is firm, you can prepare the decoration. Melt the chocolate glaze according to package directions. Take 7-8 sponge fingers, dip the ends into the warmed glaze, and place them on baking paper to dry. Once the glaze is firm, you can optionally halve the biscuits. Lightly toast the sliced almonds in a dry pan over medium heat until golden brown, being careful not to burn them. They smell wonderful!
  9. Step 9: Decorate: Carefully remove the cake ring. If desired, whip some cream until stiff and spread it on the edge of the cake. Gently press the toasted almonds onto the edge of the cake. You can decorate the surface with cream rosettes (from the remaining cream or freshly whipped) and the chocolate-dipped sponge fingers.

Notes

Creative Variations: If you don't want alcohol, replace the rum with rum flavor, orange juice, or even cold coffee (for a mocha note). For soaking the sponge fingers, you can use milk, a mix of milk and rum/flavor/juice, or pure rum for adults (be careful not to make it too intense). Instead of almonds, chopped hazelnuts or walnuts also work well on the edge. You can use sponge fingers plain or dust the cake with cocoa powder instead of chocolate glaze. Add chocolate sprinkles on the cream or edge for extra chocolate.
Tips for Success: When adding squeezed gelatine to the cream base, ensure the base is no longer boiling but still warm enough for the gelatine to dissolve. Stir well! Dipping the sponge fingers correctly is crucial – just dip them very briefly, only for a second! Otherwise, they will fall apart and become mushy. Chilling time is essential for the cake to set properly. Plan for at least 4 hours, preferably overnight. Fold in the egg whites and cream gently to keep the cream airy. You can bake the sponge base a day in advance and let it cool completely. The cream base (without cream and egg whites) can also be prepared in advance and finished just before assembly.
Storage: If any cake remains (it rarely does!), store it well covered in the refrigerator. It will keep for 2-3 days. The cream and soaked biscuits might make it even moister. Freezing is possible, but the cream's consistency might change (become watery) after thawing. It's best enjoyed fresh or frozen briefly without decoration if necessary.

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